Ruprecht-Karls-Universitšt Heidelberg

Angebote für Schulen

Die Grüne Schule Heidelberg vermittelt botanisches Wissen durch direkte Anschauung und Lernen am Objekt. Ihr Ziel ist, Freude am Umgang mit der Lebewelt, Wertschätzung für diese natürlichen Lebensgrundlagen und die Bereitschaft zu einem schonenden Umgang mit der Natur zu motivieren. Die Angebote für Schülerinnen und Schüler im Klassen- und Kursverband wurden unter Berücksichtigung aktueller Bildungspläne konzipiert und bieten die Möglichkeit, botanische Themeninhalte erlebnis- und handlungsorientiert zu vermitteln. Die folgende Auflistung von erprobten Veranstaltungen gibt einen Eindruck, welche Inhalte denkbar sind. Weitere Themenbereiche können auf Anfrage realisiert werden. Im Einzelfall sollten gezielte Absprachen erfolgen, um die Angebote optimal in Unterrichtsreihen integrieren zu können. Neben Aktivitäten im Freiland und den Schaugewächshäusern des Botanischen Gartens können bei Bedarf auch botanische Exkursionen in Natur- und Kulturlandschaften der Umgebung Heidelbergs angeboten werden.

Kosten 1,5-stündige Führung: 60 € für Gruppen bis 20 Schüler, jeder weitere Schüler 3 €, zzgl. Materialkosten (Barzahlung am Veranstaltungstermin)

Kosten 2-stündige Führung: 70 € für Gruppen bis 20 Schüler, jeder weitere Schüler 3,50 €, zzgl. Materialkosten (Barzahlung am Veranstaltungstermin)

Kosten: 2,5-stündige Führung: 80 € für Gruppen bis 20 Schüler, jeder weitere Schüler 4 €, zzgl. Materialkosten (Barzahlung am Veranstaltungstermin)

 

Botanik und Bionik (ganzjährig)

Die Bionik nutzt  „Erfindungen der Natur“ als Grundlage für technische Umsetzungen. Bekannte Beispiele aus dem Bereich der Botanik sind der Lotuseffekt, der Klettverschluss und die Leichtbauweise. In unseren Bionik-Veranstaltungen können die Schülerinnen und Schülern aber auch viele weitere "botanische Vorbilder" in eigenen Experimenten untersuchen und auf ihre Umsetzbarkeit für technische Produkte überprüfen. Die umfangreichen Pflanzensammlungen des Botanischen Gartens bieten hierfür zahlreiche Möglichkeiten. Die Bionik-Workshops mit maximal 15 Teilnehmern dauern 2,5 Stunden und beinhalten Experimente, Demonstrationen und den Bau eigener Modelle. Die 90-minütigen Bionik-Führungen beinhalten ebenfalls kleinere Versuche und Demonstrationen und sind auch für Gruppen in Klassenstärke möglich.

 

Frühblüher (Ende Februar bis Mai)

Neben den bekannten Garten-Frühblühern sind bei einem Erkundungsgang durch den Botanischen Garten auch Frühblüher unserer Wälder wie etwa das Buschwindröschen zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Pflanzen und ihre verschiedenen unterirdischen Speicherorgane kennen. Falls gewünscht, können Zwiebeln für spätere Beobachtungen gesteckt werden. Weiterhin sind Experimente zum  Stärkenachweis sowie das Anfertigen von Zeichnungen vorgesehen.

 

Themen zu Gesunde Ernährung und Nutzpflanzen verschiedener Kulturen (April bis Oktober)

Müsli unter die Lupe: Identifizierung der Einzelbestandteile des Müslis und kennen lernen der entsprechenden Pflanzen / Vom Korn zum Brot: Kennenlernen der verschiedenen Getreidesorten mit Sinnesübungen / Karotte, Kürbis, Kohlrabi und Co: Nachweis von Inhaltsstoffen in pflanzlichen Lebensmitteln / Wildkräuter unserer Wiesen und Wälder / Spielerisches kennen lernen einheimischer Wildkräuter (auch als Exkursion in Nähe der jeweiligen Schule möglich).


Tropischer Regenwald (ganzjährig)

Der faszinierende Lebensraum Regenwald lässt sich in den Tropengewächshäusern des Botanischen Gartens unmittelbar erleben und begreifen. Zahlreiche und beliebte Nutzpflanzen wie Banane, Kakao, Ananas, Erdnuss und viele Gewürze sind tropischen Ursprungs. Einfache Experimente verdeutlichen die Unterschiede zu unseren einheimischen Wäldern. Übungen zur Sinneswahrnehmung und kleine Zubereitungen mit tropischen Früchten können nach Absprache stattfinden.

 

Vegetationszonen der Erde und Anpassungen im Pflanzenreich (ganzjährig)

Oft haben nicht näher miteinander verwandte Pflanzengruppen ähnliche Anpassungen an besondere Standorte, wie etwa die Sukkulenz in Trockengebieten. Im Botanischen Garten können eine Vielzahl von Arten aus den verschiedenen Vegetationszonen der Erde mit ihren speziellen Anpassungen untersucht werden.

 

Tropische Nutzpflanzen (ganzjährig im Tropenhaus)

Banane, Ananas, Papaya,  Kakao, Kaffee, Erdnüsse, viele Gewürze und andere Nutzpflanzen sind tropischen Ursprungs. Die Schüler und Schülerinnen lernen die ganzen Pflanzen hinter den „Produkten“ kennen und erfahren etwas über Herkunft, Biologie, Anbau, Nutzung, Handel, Inhaltsstoffe und Geschmack. Die tropischen Pflanzen sollen dabei mit allen Sinnen erforscht werden. Kostproben sind vorgesehen. Es ist auch möglich sich nur auf das Thema „Vom Kakaobaum zur Schokolade“ zu konzentrieren. In einem praktischenTeil wird dann Schokolade/Schokoladencreme selbst hergestellt.

 

Themen zu einheimischen Nutzpflanzen (April - Oktober)

Vom Korn zum Mehl: Die Schülerinnen und Schüler lernen, die für uns wichtigsten Getreidepflanzen (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais), zu erkennen und erhalten Informationen zur Biologie der Pflanzen und zu Inhaltsstoffen der Grasfrüchte. Mit einer Handgetreidemühle soll dann Getreide gemahlen werden und kann mit passendem Rezept mitgenommen werden. Als Erweiterung des Angebots ist auch eine direkte Zubereitung möglich.
Kultur- und Wildgemüse, Kräuter- und Heilpflanzen:
Je nach Jahreszeit und Absprache hat dieses Thema unterschiedliche Schwerpunkte. Vermittelt werden Artenkenntnisse und Informationen zu Anbau, Nutzung und Inhaltsstoffen der wild wachsenden und angebauten Frucht- und Gemüsesorten, Kräuter und Heilpflanzen. Eine Erweiterung des Angebots durch eine Zubereitung (z.B. Kräuterquark, Wildgemüsesuppe) ist möglich.

 

Fleischfressende Pflanzen (ganzjährig)

Fleischfressende Pflanzenüben eine große Faszination auf Kinder aus. Als Anpassungskünstler an Extremstandorte haben sich bei diesen Pflanzen raffinierte Fangmechanismen entwickelt. Gleit-, Kleb- und Klappfallen werden an lebenden Pflanzen begreifbar gemacht. Kleinere Experimente wie Fütterung der Pflanzen und das Auslösen der Fangmechanismen sind vorgesehen. Eventuell können auch Modelle gebastelt werden. 

 

Bäume im Jahresverlauf (April bis November)

Im Freiland des Botanischen Gartens sind zahlreiche einheimische Bäume und Sträucher vorhanden. Im Laufe der Jahreszeiten wechseln diese immer wieder ihr Erscheinungsbild. Mit Hilfe von Arbeitsblättern und Suchaufträgen können Artenkenntnisse spielerisch erworben und vertieft werden. Ein besonderer Schwerpunkt sind dabei die unterschiedlichen Fruchttypen und Ausbreitungsstrategien.

 

Faserpflanzen (ganzjährig)

Baumwolle, Lein, Hanf, Sisal, Kokos und andere pflanzliche Fasern sind Bestandteil unserer Kleidung und zahlreicher Gebrauchsgegenstände. Mit Hilfe eines „Faserkoffers“ und anderer Anschauungsmaterialien sowie den dazugehörigen Pflanzen, können die verschiedenen Wege der Aufarbeitung, die unterschiedlichen Fasereigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Die unterschiedlichen Fasern werden dabei mit Lupen untersucht. Kleine Bastelarbeiten sind nach Absprache möglich.

 

Blüten- und Fruchtökologie (Themen jahreszeitenabhängig)

Blüten und Früchte weisen eine enorme Vielfalt auf. Im Botanischen Garten ist es möglich, an zahlreichen lebenden Objekten blüten- und/oder fruchtbiologische Anpassungen zu  untersuchen. Mit diesen Beispielen können dann auch Inhalte wie Koevolution oder Nischenbildung vermittelt werden.

 

Neophyten-Exkursion  (Juni bis Oktober)

Pflanzen, die seit der Neuzeit bewusst oder unbewusst dort eingeführt wurden, wo sie natürlicherweise nicht vorkamen, sind in den meisten Fällen unproblematisch.  Einige Neophyten sind aber aus Sicht des Naturschutzes, aber auch aus ökonomischer Sicht sehr problematisch. Diese Thematik beinhaltet Artenkenntnis,  botanische Inhalte, wie Ausbreitungsstrategien von Pflanzen, aber auch naturschutzpolitische Aspekte.

 

Botanische Exkursionen (ganzjährig)

Es sind themenorientierte Botanische Exkursionen zu Zielen in der Nähe Ihrer Schule als auch Exkursionen im Umkreis Heidelbergs möglich. Lohnende Ziele sind z.B. die Heidelberger Arboreten, die Binnendünen in Sandhausen oder Oftersheim sowie die Streuobstwiesen des Königstuhls/Kohlhofs.

 

Für Anfragen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Botanischen Gartens.
Telefon: (06221) 54 57 83
E-Mail: bgsekretariat@cos.uni-heidelberg.de

 

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